Akten der Staatsanwaltschaft Mainz teils nicht paraphiert

Mainzer Oberstaatsanwältin Andrea Keller stellt Vater rechtswidrig bescheidlos

Die Mainzer Oberstaatsanwältin Andrea Keller (Foto: Staatsanwaltschaft Mainz)
Die Mainzer Oberstaatsanwältin Andrea Keller (Foto: Staatsanwaltschaft Mainz)

Die Mainzer Oberstaatsanwältin Andrea Keller hat einen Vater, der Strafanzeige gegen eine Gutachterin am Mainzer Familienrecht gestellt hatte, rechtswidrig bescheidlos gestellt. Das entschied die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz durch Staatsanwalt Benjamin Köhler (Aktenzeichen 3500 Js 1007/20 - StA Mainz).

 

Die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz hatte zuvor den Vorgang anhand der Verfahrensakten der Staatsanwaltschaft Mainz überprüft. Die Akten wurden zudem teils nicht von der Staatsanwaltschaft Mainz paraphiert. Der Vater hatte über 1,5 Jahre immer wieder den Bescheid angefordert und nie erhalten. Auch eine Beschwerde an die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz hatte er gestellt - ebenfalls ohne Antwort. Nach über einem Jahr ohne Bescheid stellte er über seinen Rechtsanwalt einen Antrag auf Akteneinsicht und entdeckte die Bescheidlos-Stellung durch die Staatsanwaltschaft Mainz sowie die fehlende Paraphierung von großen Teilen der Akten.

 

Gutachterin hatte früher anderen Vor- und Nachnamen

Der Vater stellte auch fest, dass die Mainzer Gutachterin früher einen anderen Vor- und Nachnamen hatte. Die Gutachterin gab auch mehrere Scheinadressen im Rhein-Main-Gebiet wie ihr angebliches psychologisches Institut in Wiesbaden und ihre angebliche psychologische Praxis in Mainz an, die allesamt nicht existieren. Dies belegt die polizeiliche Meldeauskunft in den Akten. Die Gutachterin wohnt in Hamburg. Sie rechnete nachweislich Fahrtkosten von den falschen Adressen im Rhein-Main-Gebiet aus ab. Es gibt Vorwürfe von inzwischen sieben Vätern, dass die Gutachterin Kinder gezielt um ihre Väter betrügt und offensichtlich auch gezielt von zwei Mainzer Richterinnen dafür extra aus Hamburg beauftragt wird. Die Mainzer Richterinnen heißen Stefanie Pfeffer und Dr. Claudia Büch-Schmitz (inzwischen Landgericht Bad Kreuznach). "Soweit ihr Mandant zunächst keinen Bescheid über die Einstellung des Verfahrens erhalten hat, beruht dies auf einen Irrtum der Staatsanwaltschaft, den ich zu entschuldigen bitte und auf den ich die Staatsanwaltschaft hingewiesen habe", schrieb nun Staatsanwalt Benjamin Köhler von der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz.

 

Vater stellt Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Oberstaatsanwältin Keller

Dem Vater ist durch die rechtswidrige Bescheidlosstellung durch Oberstaatsanwältin Andrea Keller jedoch seiner Meinung nach in einem anderen Verfahren vor dem Landgericht Frankfurt, das sich auf seine Strafanzeige bezog, ein finanzieller Verlust in Höhe von 2762 Euro entstanden (Aktenzeichen 2-34 O 40/21). Nun hat der Vater Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Andrea Keller beim Behördenleiter der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz, Dr. Jürgen Brauer, gestellt und fordert sein Geld zurück. Der Vater bat auch darum, die Mainzer Oberstaatsanwältin Andrea Keller unverzüglich von ihren Aufgaben zu entbinden. (report)